Samstag, 15. Mai 2010

Entdeckungen im Tagebuch

Das gute alte Tagebuch, da kommen einen Erinnerungen von früher hoch. Einen Blick hinein lohnt sich immer. Ich habe da zum Beispiel auf einer Seite eine Liste mit Orten und Namen hinein geklebt. Und zwar mit der richtigen Bedeutung, so heisst es jedenfalls auf diesem Fetzen Papier.

Alpen – Die Berge. Noch nichts wirklich Spezielles.

Amazonas – Der Bootszerstörer. Ich habe dieses Phänomen zwar noch nie ausprobiert, aber es sind sicher schon einige Boote nicht mehr heil aus dem Wasser gekommen.

Basel – Königsstadt. Seid ihr etwa in Basel schon einmal einem König begegnet? Nein? Der König Fussball hat das Zepter in seiner Hand.

Bern – Sumpfwiesen. Ausser Sumpf gibt es wohl alles in der Hauptstadt.

Hongkong – Duftender Hafen. Irgendwie unvorstellbar in einer riesengrossen Stadt.

Italien – Kälberland. Bei unserem südlichen Nachbarn denke ich bestimmt nicht an Kälber.

Namibia – Platz, an dems nichts gibt. Ganz schön fies diese namibische Übersetzung für Namibia.

Reykjavik – Rauchbucht. In Island verwundert einen nichts mehr. Ist ja klar, dass der Vulkan tobt, wenn schon die Hauptstadt einen verlockend klingenden Namen hat.

Vaduz – Süsstal. Och wie süss!

Wladiwostok – Beherrsche den Osten. Alles klar?!

Zürich – Wassern. Ein idyllischer keltischer Name für die Weltstadt.

Montag, 19. April 2010

Schwedentorte


Wir Deutschsprachigen sind wohl die einzigen, die diese Torte "Schwedentorte" bezeichnen. In Schweden selber heisst sie nämlich "Princesstårta". Traditionell ist der Marzipanbelag pastellgrün und wird am 16. Geburtstag von Mädchen gebacken.

Das Stück auf dem Bild ist zwar nicht von mir selbst gebacken worden, aber ich habe kürzlich in einer Schwedischen Zeitschrift ein einfaches Rezept entdeckt. Sobald ich Zeit habe, möchte ich dies unbedingt ausprobieren. Wer möchte auch ein Stück davon kosten? :-)

Montag, 12. April 2010

Täglich einen Blogeintrag

Guten Abend allerseits

Eigentlich habe ich mir ja für diesen neuen Blog vorgenommen, jeden Tag einen Eintrag zu schreiben. Gar nicht so einfach, ausser man tippt belangloses Zeugs wie diese Zeilen hinein. Das ist aber nicht der Sinn und Zweck.



Heute kündige ich an, dass ich an einem Gewinnspiel teilnehme. Gut, mag für die einen auch belanglos klingen. Aber vielleicht habt ihr ja auch Lust, daran teilzunehmen. Als Gewinn lockt eine indviduelle Bild-Bearbeitung von einem Bild von euch. Das mit dem Verlinken habe ich nicht hingekriegt. Ihr müsst den Link nun halt mühsam kopieren und wieder einfügen: http://raeumdeinchaosauf.blogspot.com/

Ja, das wärs dann auch schon wieder gewesen für heute.

Sonntag, 11. April 2010

Frühling im Garten




Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich heute zum ersten Mal den Frühling so richtig geniessen konnte. Ihn auch wirklich bemerkte. Das lag vielleich daran, dass nun die Topfpflanzen endlich wieder ihren Platz draussen im Garten einnehmen durften und nicht mehr im dunkeln, deprimierenden Keller stehen mussten.

Donnerstag, 8. April 2010

Samstag, 3. April 2010

Sport ist gefährlich


Sport ist Mord, heisst es so schön. Naja, gerade so schlimm war es heute auch wieder nicht. Aber Sport kann gefährlich sein, wenn man ihn beim Abendessen gleichzeitig konsumiert. Ich freute mich also auf das EM-Spiel der U21 von Schweden gegen Weissrussland. Doch die Freude wurde früh getrübt, Weissrussland führte. Aber mit was für einem Tor, da blieb mir für einen kurzen Moment der Atem weg (dem Kommentator übrigens auch): ein Traumtor aus Distanz.

Beim Ausgleich meiner Schweden flog die Gabel aus meiner Hand in weitem Bogen auf den Balkonboden. Egal, hauptsache wir hatten ein Tor geschossen. Beim 2:1 streckten sich meine geballten Fäuste gegen Himmel. Der Nachbar von der anderen Strassenseite stand am Fenster und blickte verdutzt zu mir hoch. Ich konnte ihm aber nichts sagen, das Spiel war zu spannend. Beim 3:1 verschluckte ich mich derart, dass es schon beinahe etwas zu gefährlich wurde. Dann erst konnte ich in aller Ruhe fertig essen, da Pause war.

Die nächsten beiden Tore für die Schweden erlebte ich drinnen auf dem Sofa. Das ging ja mal noch glimpflich aus, aber vielleicht sollte ich das nächste Mal ohne Messer und Gabel essen, sonst könnten die ja bei einem Tor glatt im Hals stecken bleiben. Das Risiko möchte ich lieber vermeiden.

Frage nie einen Schweizer

Heute Morgen erlebte ich mal wieder eine typische Schweizer-Lehrstunde. Ich wartete am Bahnhof Rüti auf meinen Zug nach Zürich. Eine Frau geht an mir vorbei und spricht über die Geleise mit einer Bekannten. Danach wendet sie sich einem Ehepaar auf unserem Perron zu und sagt: "Das sieht nach Ferien aus." Anstatt eine freudige Antwort zu erhalten, schauen ihr zwei grimmige Gesichter entgegen. Sie hakt nach: "Darf man denn nicht fragen?" Wieder keine Reaktion. Also: sprich nie einen Schweizer oder eine Schweizerin an, die du nicht kennst. Schon gar nicht ein Ehepaar, du könntest die heile Welt durchbrechen.

Mein Zug fährt kurz darauf ein und ich steige hinein. Ich frage die Frau am Fenstersitzplatz in meinem Abteil, ob hier noch frei sei. Das ist ja üblich hier in der Schweiz. Ein grosser Fehler von mir, zumindest an diesem Morgen. Auch ich erhalte keine Antwort. Also: frage einen Schweizer oder eine Schweizerin nie zuviel, du könntest ihm oder ihr zu intim werden.